Nach der Arbeit nicht abschalten können? Was laut Forschung wirklich für Erholung sorgt

Wie wir den Feierabend nutzen können, um am nächsten Tag wieder voller Energie zu sein.

Es ist 18:30 Uhr, du klappst den Laptop zu – Feierabend. Als Dank erwartet dich aber nur noch mehr Arbeit: Das Abendessen will gekocht werden, die Familie wartet und Sport ist für heute Abend auch noch vorgesehen.
Und was jetzt? In diesem Artikel schauen wir uns an, was nach Feierabend wirklich zählt – wie man von der Arbeit abschalten kann und warum es sich für unseren Energiehaushalt so stark auswirkt, wie wir die Zeit zwischen den Arbeitstagen gestalten.

Diese Fragen sind für alle relevant, die Einfluss auf ihre Arbeitsgestaltung haben. Auch Angestellte können oft ihren Arbeitsmodus gestalten: Gleitzeitmodelle, individuelle Absprachen oder eine 4-Tage-Woche sind in manchen Bereichen möglich. Als Selbstständige stelle ich mir diese Fragen selbst regelmäßig– und habe mich deshalb intensiv mit der Forschung dazu beschäftigt. Wann arbeite ich, wann nicht? Ist es sinnvoll, jeden Tag ein bisschen zu arbeiten – oder brauche ich echte freie Tage? Und wie viel Arbeit pro Woche ist eigentlich gesund, ohne dass die Produktivität langfristig leidet?

Eine der grundlegendsten Fragen dafür ist:

Wieviel sollten wir pro Woche maximal arbeiten?

Die Forschung zeigt eindeutig, dass wir nicht jeden Tag arbeiten sollten. Einer der zentralen Gründe ist die Schlafqualität: An freien Tagen sind Arbeitende typischerweise besser erholt – weil sie keinen Wecker stellen müssen und dadurch länger und tiefer schlafen.

Eine genaue optimale Tageszahl lässt sich auf Basis der aktuellen Forschung schwer festlegen. Aus einer Work-Life-Balance Perspektive sind mindestens zwei freie Tage pro Woche empfehlenswert – für die meisten Menschen fällt die Wahl dabei auf das Wochenende. Ob das notwendig ist, hängt allerdings von der Arbeitssituation ab:

Für Angestellte ist zusätzliches arbeiten am Wochenende oft eine hohe mentale Belastung und sollte somit nur in Ausnahmefällen stattfinden.

Bei Selbstständigen erhöht eine Pause am Wochenende nach aktuellem Kenntnisstand die Zufriedenheit, ohne auf Kosten der Leistung zu gehen. Das heißt auch Selbstständigen ist es sehr zu empfehlen, sich die Wochenenden frei zu halten, bzw. zumindest freie Tage die Woche einzuplanen. Während bei Selbstständigen die Leistung bei fehlender Erholung typischerweise nicht direkt sinkt, ist Erholung aus einer gesundheitlichen Sicht sehr zu empfehlen.

Wie lange sollten unsere Arbeitszeiten sein?

Es konnte gezeigt werden, dass unsere Arbeitszeit nicht viel höher als eine 40 Stunden Woche liegen sollte. Eine koreanische Studie hat festgestellt, dass bereits ab 41-48 h der Anteil an Personen mit schlechter psychische Gesundheit schon um 2 % steigt. Bei höheren Stundenzahlen steigt der Anteil weiter. Zudem konnten Studien feststellen, dass bei langen Arbeitszeiten Reizbarkeit, Angst, depressive Symptome und Müdigkeit zunehmen, während die Vitalität abnimmt. Weitere Studien konnten zeigen, dass sogar die Sterblichkeit bei langen Arbeitszeiten zunimmt.

Auch eine hohe Begeisterung für den Job schützt nicht vor negativen gesundheitlichen Konsequenzen langer Arbeitszeiten: Untersuchungen zu Topverdienern in den USA zeigen, dass auch hoch motivierte Arbeitende unter diesen leiden. Sie geben an, dass ihr Privatleben auf Grund ihres Job negativ beeinflusst wird, und so z.B. die Beziehung mit den eigenen Kindern leidet. Ein sehr großer Anteil (knappe 70%) gaben auch an, dass ihre Gesundheit unter ihrem Job leidet. Dies zeigt sich z.B. durch chronische Schlaflosigkeit, Gewichtszunahme, Unfruchtbarkeit oder Herzprobleme.

Und auch wirtschaftlich zahlt sich Überarbeitung eher nicht aus: Länder mit hohen Durchschnittsarbeitszeiten weisen häufig eine geringere Produktivität pro Stunde auf.

Zu hohe Arbeitszeiten sollten wir also möglichst vermeiden.

Aus Produktivitätssicht liegt das Optimum bei unter 40 Stunden pro Woche – und Untersuchungen zeigen, dass auch eine 4-Tage-Woche in vielen Settings keine Leistungseinbußen bringt. Für viele ist eine derartige Reduktion der Arbeitszeit aber finanziell schwer umsetzbar.
Deshalb lautet die pragmatische Empfehlung an dieser Stelle: 35–40 Stunden pro Woche anstreben und dabei alle arbeitsbezogenen Tätigkeiten mit einberechnen: z.B. auch Abrechnungen oder organisatorische Calls.

Damit ist eine gesundheitlich vertretbare Basis gelegt. Mehrarbeit sollte wirklich nur in Ausnahmefällen stattfinden.

Ein gesundes Maß an Arbeitszeit legt allerdings nur die Basis für anschließende Erholung. Doch wie können wir eigentlich Erholung sicherstellen?

Von der Arbeit abschalten – wie gestaltet man den Feierabend am besten?

Sabine Sonnentag und Charlotte Fritz (2007) nennen vier Faktoren die für eine gelungene Freizeitgestaltung wichtig sind:
Psychischer Abstand, Entspannung, Kompetenzerleben und Kontrolle.

Täglicher Ausgleich

Psychischer Abstand beschreibt, dass es uns gelingt, nach der Arbeit wirklich abzuschalten – sodass die Gedanken nicht mehr um die Arbeit kreisen. Das macht den Kopf frei für andere Themen: Familie, Hobbies, oder einfach nur das Genießen des Feierabends.

Entspannung liefert einen Gegenpol zur vorherigen Anstrengung. Es ist ein Zustand von geringerer Aktivierung, welcher mit positiven Gefühlen einhergeht – emotional wie körperlich.
Was als entspannend erlebt wird, ist dabei individuell: Freunde treffen kann genauso erholsam sein wie ein Abend auf der Couch.

Kompetenzerleben findet dann statt, wenn wir neue Dinge lernen, Herausforderungen meistern oder unseren Horizont erweitern. Das ist mehr als nur eine angenehme Freizeitbeschäftigung: Persönliche Weiterentwicklung ist ein zentraler Baustein menschlicher Zufriedenheit – und in der Freizeit besonders wichtig, wenn die Arbeit selbst wenig davon bietet. Zudem erfordert Kompetenzerleben zwingend Fokus auf eine neue Aufgabe – und lenkt uns so automatisch vom Job ab.

Kontrolle beschreibt das Gefühl, frei entscheiden zu können, was man tut – was, wann und wie. Tätigkeiten mit Pflichtcharakter, wie Putzen oder Kinderbetreuung, werden deshalb oft als weniger erholsam empfunden. Entscheidend ist dabei weniger die Tätigkeit selbst, sondern das Gefühl, sie frei gewählt zu haben. Fehlt dieses Gefühl – erleben wir den Feierabend also als Pflichtveranstaltung – ist echte Erholung kaum möglich.

Im Zusammenspiel können diese vier Faktoren eine sehr gute Erholung von der Arbeit ermöglichen – wobei sie je nach Berufssituation unterschiedlich stark ins Gewicht fallen.

Welche dieser Faktoren sind am wichtigsten? Auch hier müssen je nach Arbeitssituation unterschiedliche Schwerpunkte gelegt werden:

Die Relevanz der vier Faktoren für Angestellte

Für Angestellte ist psychischer Abstand, also von der Arbeit abschalten, der wichtigste Erholungsfaktor. Er hilft, negative gesundheitliche Effekte von Arbeitsstress abzumildern, besser einzuschlafen und erholt in den nächsten Tag zu starten. Dabei hängt psychischer Abstand eng mit den anderen drei Faktoren zusammen – fehlt Abstand, leidet oft auch die Fähigkeit zu entspannen, sich frei zu fühlen und neue Dinge zu erleben. Für Angestellte ist es daher besonders wichtig, klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen – und Zeiten zu schaffen, in denen sie wirklich nicht arbeiten. Wer weiterhin erreichbar ist und E-Mails noch mit einem Auge mitliest, wird immer wieder gedanklich in die Arbeit gezogen. Es kann daher helfen, die Erreichbarkeit nach Feierabend aktiv einzuschränken: Laptop aus, Benachrichtigungen deaktiviert.

An zweiter Stelle steht Kontrolle. Angestellte brauchen das Gefühl, ihren Feierabend selbst gestalten zu können um wieder Kraft sammeln zu können. Auch aus dieser Sicht ist es hilfreich, nach der Arbeit nicht mehr erreichbar zu sein: Denn wer Arbeitsthemen gedanklich nicht loslassen kann und dabei zusätzlich Frust erlebt, leidet doppelt:
Die negativen Gedanken stören den Feierabend – und gehen häufig mit einem Gefühl von Machtlosigkeit einher. Das wiederum schränkt die Erholung weiter ein und kann langfristig auch zu einem ungesünderen Lebensstil führen. Je mehr wir hingegen das Gefühl haben, unser Leben selbst gestalten zu können, desto besser geht es uns.

Entspannung ist eine wertvolle Methode, um Abstand von der Arbeit zu gewinnen. Sie wirkt aktiv stressreduzierend und hilft, abends besser in den Schlaf zu finden – ein guter Antagonist zu einem anstrengenden Arbeitstag. Was die Schlafforschung überdies für erholsame Nächte empfiehlt, findest du in meinem Schlaf-Artikel.

Kompetenzerleben ermöglicht ein besseres Abschalten und liefert gleich mehrere positive Effekte: Wer sich auf eine neue Herausforderung fokussiert, kann nicht gleichzeitig an die Arbeit denken – die Gedanken werden aktiv woanders hingelenkt. Gleichzeitig entstehen Erfolgserlebnisse abseits der Arbeit, die den Glauben an die eigenen Fähigkeiten stärken. Das wirkt sich auch auf die Arbeit selbst aus: Wer außerhalb des Jobs Fortschritte erlebt, geht motivierter in den nächsten Arbeitstag.

Recovery Experiences für Angestellte

Für Selbstständige verschieben sich diese Schwerpunkte deutlich.

Die Relevanz der vier Faktoren für Selbstständige

Für Selbstständige ist Kontrolle über die Freizeitgestaltung der wichtigste Faktor – sie hat den größten Einfluss auf ihr Wohlbefinden und steht in engem Zusammenhang mit Burnout-Prävention. Es ist für Selbstständige daher besonders wichtig, den Feierabend nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.

An zweiter Stelle steht Entspannung. Auch für Selbstständige ist sie essentiell – die Zeit nach der Arbeit sollte daher regelmäßig für entspannende Tätigkeiten genutzt werden. Auch in Bezug auf Burnout-Prävention steht Entspannung bei Selbstständigen an zweiter Stelle.

Psychischer Abstand spielt bei Selbstständigen eine andere Rolle als bei Angestellten: Es fällt ihnen zwar häufig schwerer, nach der Arbeit gedanklich abzuschalten – ihr Wohlbefinden leidet darunter aber kaum. Wer als Selbstständige abends noch an Projekte denkt, muss sich deswegen also keine zusätzlichen Sorgen machen.

Kompetenzerleben ist in der Freizeit für Selbstständige weniger relevant – vermutlich weil sie in ihrem Arbeitsalltag ohnehin ständig Neues lernen und meistern.

Täglicher Ausgleich für Selbstständige

Wie könnte so ein Feierabend z.B. aussehen?

Schauen wir zunächst den Aspekt Kontrolle an:
Kontrolle entsteht dann, wenn wir unsere Tätigkeiten aktiv gestalten und uns zu bestimmten Tätigkeiten entscheiden. Der Unterschied zeigt sich hier im Mindset, nicht so sehr in der Tätigkeit:

Wir könnten zwei Tage zum Feierabend die exakt gleichen Aktivitäten durchführen und einmal daraus Energie schöpfen, beim anderen Mal nur Energie verlieren. Der Unterschied liegt im Mindset: Wenn wir uns bewusst zu einer Tätigkeit entscheiden, kann sie uns Energie geben. Fühlen wir uns dazu verpflichtet, kann sie Energie rauben.

Zwei Beispiele:

  • Haushalt: Die Küche aufräumen geht in vielen Momenten leicht von der Hand. Anders wenn wir erwartet haben, dass jemand anderes die Arbeit übernimmt und wir stattdessen Chaos vorfinden – dann kostet dieselbe Aufgabe deutlich mehr Kraft.
  • Kindererziehung: An guten Tagen freuen wir uns, die Kinder zu sehen, und sind mit voller Aufmerksamkeit dabei. Wenn diese dann mal emotional sind, nehmen wir sie auf den Arm und trösten sie liebevoll.
    Anders wenn der Tag besonders anstrengend war, und gerade keine Energie mehr übrig ist. Dann kann ein Tantrum dagegen schnell Nerven kosten und Kraft rauben.

Es kommt also weniger auf die Umstände an, als auf das Mindset mit dem wir in eine Tätigkeit starten.

Was können wir nun tun, um Kontrolle zu erlangen?
Der Schlüssel liegt darin, sich bewusst zu machen: Was auch immer wir tun – wir entscheiden uns dafür. Mit diesem Mindset geht alles leichter von der Hand.
So wird der abendliche Sport wieder etwas was wir wollen, die Kindererziehung ein bereichernder Teil in unserem Leben. Und am nächsten Arbeitstag haben wir auch mehr Energie.

Kommen wir zum Aspekt psychischer Abstand. Auch einmal nicht an die Arbeit zu denken ist gesund und gut. Psychischer Abstand schafft (mentalen) Platz für Familie und Freizeit. Es ist unterschiedlich schwer, von der Arbeit abzuschalten. In manchen Phasen ist z.B. das Privatleben so einnehmend, dass automatisch kein Gedanke mehr an die Arbeit geht. In anderen Phasen schafft man es kaum, die Arbeit bis zum Abendessen aus dem gedanklichen Vordergrund zu vertreiben. Wann immer die Arbeit viel gedanklichen Raum einnimmt, können bestimmte Aktivitäten das Abschalten erleichtern.

So ist Sport typischerweise hilfreich. Ausdauersportarten wie Joggen helfen dabei, den Tag gedanklich zu verarbeiten. High Intensity Training – wie CrossFit oder Kampfsport – befördert uns dagegen schnell ins Hier und Jetzt. Am besten wählst du eine Sportart, die dir liegt.

Ich habe für mich festgestellt, dass Sportarten mit hohem Konzentrationsbedarf das Abschalten besonders effektiv fördern – an manchen Abenden können sie aber auch überfordern. Hier hilft es, auf den eigenen Energiestand zu hören und die Intensität entsprechend zu wählen.
Wann immer möglich würde ich die Sporteinheit direkt nach der Arbeit legen. Das hat zwei Vorteile: Zum einen verbindest du sie direkt an das Arbeitsende und so fällt es dir leichter, sie zur täglichen Gewohnheit zu machen. Zum anderen erlaubt sie einen gedanklichen Übergang – du kommst bereits beim Sport von der Arbeit runter, bevor der eigentliche Feierabend beginnt.


Wenn Sport für dich nicht passt, kann auch Journaling oder das Schreiben einer To-Do-Liste helfen. Eine Studie zeigt, dass zukunftsgerichtete To-Do-Listen – also ein Plan für den nächsten Tag – leichter zum Abschalten führen als rückblickendes Journaling.
Auch Freunde treffen kann beim Abschalten helfen. Wichtig ist dann: Nicht oder nur kurz von der Arbeit erzählen. Je besser wir es schaffen, abends gedanklich einen Schlussstrich zu ziehen, desto besser können wir am nächsten Tag mit frischen Gedanken in die Arbeit starten und erleben auch viel besser Ausgleich in unserem Leben.

Kompetenzerleben erleichtert psychischen Abstand zusätzlich. Denn wer sich auf eine neue herausfordernde Tätigkeit konzentrieren muss, der kann nicht mehr an die Arbeit denken. Dies könnte Musik sein – indem man z.B. ein Instrument spielt oder singt, eine Sportart, eine Sprache – einfach alles wo wir uns weiterbilden und dabei mit voller Konzentration neue Skills lernen.
Durch Kompetenzerleben abseits der Arbeit fällt es auch leichter, einmal schwierige Strecken auf der Arbeit zu überbrücken, da wir auch aus anderen Themen Energie ziehen können. Es lohnt sich daher, noch zumindest ein Hobby abseits der Arbeit zu pflegen.

Zuletzt kommen wir zum Punkt Entspannung. Auch Entspannung ist wichtig, um Ausgleich zu den physisch und psychisch anstrengenden Bereichen des Lebens zu finden. So könntest du z.B. ein warmes Bad nehmen, eine Runde sanftes Yoga machen, meditieren oder Schwimmen gehen. Auch ein Filmabend auf der Couch, oder das Lesen eines Buches kann entspannen.
Tue das, was für dich passt und dir gut tut.
Auch hier gilt: Entscheide dich bewusst für deine Entspannungstätigkeit und genieße sie. Wenn du dich nicht auf die Entspannung einlassen kannst, und anstelle ein schlechtes Gewissen hast „nichts zu tun“, ist keine wirkliche Entspannung möglich und der positive Effekt damit reduziert. Gönne dir bewusst etwas Gutes.

Nicht alle vier Aspekte müssen jeden Abend erfüllt sein – das wäre auch unrealistisch. Kontrolle und psychischer Abstand sind dabei die tägliche Basis. Kompetenzerleben und Entspannung können gezielter eingebaut werden: Zweimal die Woche eine entspannende Tätigkeit ist bereits ein guter Start.

Wie schaffst du es nach der Arbeit abzuschalten? Ich freue mich über deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Übrigens: Erholung beginnt nicht erst am Feierabend. Warum schon die richtigen Pausen während der Arbeit einen großen Unterschied machen, erfährst du in meinem Pausen-Artikel.

Besser erholen, besser arbeiten – und warum dein Handy deine Pause ruiniert

Warum Pausen wichtig für dich und deine (mentale) Gesundheit sind und wann wir Pausen machen sollten.

Der Kopf brummt, die Konzentration lässt nach und die Gedanken schwirren wild umher. Sicher kennst du dieses Gefühl: Dein Körper signalisiert dir ganz deutlich: „Ich brauche jetzt eine Pause.“ Nach einer kurzen, erholsamen Auszeit bist du oft wieder voll bei der Sache – klarer im Kopf, konzentrierter und energiegeladen.
Es gibt aber auch Tage, an denen du erst nach stundenlanger Arbeit merkst, wie erschöpft du bist. Du gönnst dir eine Pause, doch das Gefühl von Erholung stellt sich kaum ein.

Doch warum ist das eigentlich so? Was führt dazu das Pausen effektiv sind? Warum brauchen wir sie überhaupt und wann genau sollten wir sie am besten einlegen?

In diesem ersten Artikel zum Thema Pausen werden wir uns anschauen wie Pausen wirken und was wir über die Pausengestaltung innerhalb eines Tages wissen.

Wieso braucht unser Körper Pausen?

Unser Körper ist den ganzen Tag diversen Veränderungen ausgesetzt: Änderungen der Außentemperatur, ein Mehr an Aktivität z.B. durch Bewegung oder Sport, Nahrungsaufnahme etc. Damit der Körper – und damit wir – überleben können, muss er sich die ganze Zeit an diese diversen Situationen anpassen. Wenn wir im Winter z.B. bei extremer Kälte das Haus verlassen, würden wir ohne physiologische Anpassung innerhalb kürzester Zeit erfrieren. Damit dies nicht passiert, passt sich unser Körper an: die Blutzufuhr in unsere Extremitäten wird verringert und damit unsere inneren Organe zunächst geschützt. Oder z.B. wenn wir eine Sportaktivität starten, verbrauchen wir vermehrt Sauerstoff. Damit wir weiterhin gut versorgt sind, erhöht sich u.a. unser Puls und unsere Atemfrequenz . Diese verschiedenen Anpassungsprozesse werden Homöostase genannt.

Je nach Situation und durchlaufenen Prozess benötigen wir unterschiedliche Regulationsprozesse. Für uns ist im interessant, warum wir beim Arbeiten & Lernen Pausen benötigen, und wie diese Prozesse mit Müdigkeit im Zusammenhang stehen.

Lernen & Arbeiten

Warum wir genau Pausen vom Arbeiten und Lernen benötigen, und welche physiologischen Vorgänge bei uns zu Müdigkeit führen, ist noch nicht vollumfassend erforscht. Es gibt aber bereits einige Theorien, welche zumindest Teil-Antworten geben können.

Eine davon wollen wir im folgenden Betrachten: Glutamat, ein Neurotransmitter der in hohen Konzentrationen außerhalb von Zellen toxisch wirken kann, wird bei langanhaltender Konzentration schneller gebildet, als er abgebaut werden kann. Damit der Körper die Möglichkeit bekommt, Glutamat wieder abzubauen, werden wir müde.
Grundlage bietet eine französische Studie: In dieser konnte festgestellt werden, dass der Glutamatspiegel nach kognitiver Anstrengung im lateralen präfrontalen Kortex (also im Bereich, der für kognitive Kontrolle verantwortlich ist) erhöht ist.

Spannend ist dabei folgendes:
Der Abbau von Glutamat scheint vor allem durch Schlaf oder Phasen der Entspannung – in denen das Default Mode Network (DMN) aktiviert ist – begünstigt zu werden.
Das heißt, dass nur Pausen in denen wir uns nicht auf Themen fokussieren müssen, sondern unsere Gedanken „umherschweifen“ lassen können, den Abbau begünstigen und somit helfen, wieder neue Energie zu schöpfen.

Eine Pause, in der wir auf Instagram scrollen, einen Podcast hören, oder einen Zeitungsartikel lesen, ist in dieser Hinsicht keine wirkliche Pause. Das Gehirn muss sich weiterhin fokussieren und kann die neurologischen Prozesse nicht zurückfahren.
Diese Art von Pause kann sogar dazu führen, dass es uns nach der Pause noch schwerer fällt, wieder anzufangen.

Wenn wir hingegen unsere Gedanken wandern lassen, spazieren gehen, oder einfach nur aus dem Fenster schauen, dann kann unser Gehirn entspannen. „Nichts tun“ wird dadurch unglaublich produktiv, denn unser Körper kann wieder die Voraussetzung für neue Konzentration schaffen.

Wie und wann sollte man nun Pausen machen?

Eine der bekanntesten Regeln bzgl. Pausen ist die Pomodoro-Technik: typischerweise 25 Minuten Lernen oder Arbeiten, dann 5 Minuten Pause. Sollte man auf eine Technik setzen, die ihren Namen von tomatenförmigen Küchenuhren hat?

Hierfür gibt es aktuell seitens der Forschung noch keine eindeutige Antwort. „Die eine optimale“ Pausendauer und -art für alle, scheint es nicht zu geben.

Es gibt jedoch ein paar Tendenzen:

  • Das wichtigste vorweg: Es kommt nicht unbedingt auf die Länge der Pause an, sondern auch auf ihre Qualität. Je besser es dir gelingt in einer Pause abzuschalten, desto effektiver ist sie. Wie vorhin bereits angesprochen ist es wichtig, dass wir in Pausen auch wirklich entspannen können.
  • Kurzpausen (<15 Minuten) werden eindeutig in Zusammenhang mit höhere Leistung gebracht. Die erhöhte Leistung kann häufig die Pausenzeit komplett kompensieren, sodass aus einer Produktivitätssicht die Pause als Arbeitszeit gerechnet werden kann.
  • Besonders Kurzpausen beugen Muskel-Skelett-Beschwerden vor. Daher sind sie sowohl für Vielsitzende als auch für Arbeitende mit hoher physischer Belastung besonders wertvoll. Optimalerweise gestaltet man diese Kurzpause als Aktivpausen – also mit körperlicher Aktivität.
  • Mikropausen (<5-10 Minuten) geben neue Kraft und helfen gegen Müdigkeit. Für eine Leistungssteigerung reichen diese häufig aber nicht aus.
  • Studien eines Zeittracking-Tools ergaben, dass die Topperformer ihrer Nutzer im Büro 52/17 arbeiten: Sie arbeiten 52 Minuten und machen dann 17 Minuten Pause. Bei Messungen zu Zeiten von Corona im HomeOffice verschob sich die Rate auf 112/26.

Wieviel Pause sollte es insgesamt sein?

Das gesetzliche Minimum bei einem 8 Stunden Tag sind 30 Minuten Pause. Viele Forschungsergebnisse sprechen dafür, dass dies aus einer Produktivitätssicht viel zu wenig ist.

Anstelle scheint das Optimum eher zwischen 15-25% der Arbeitszeit zu liegen.

Das wäre bei 8 Stunden Arbeitszeit etwa Pausen im Rahmen von 1 1/4h – 2h.
Diese Pausen sollten auf den Tag aufgeteilt sein, und nicht am Stück stattfinden. Warum nicht? Der Erholungsgewinn ist am Anfang einer Pause am höchsten und fällt dann ab. Mehrere Pausen sind daher vorteilhafter als eine lange.

Eine sinnvolle Pausenaufteilung könnte in etwa so aussehen:

UhrzeitAktivität
08:00 Uhr – 10:00 UhrArbeit
10:00 Uhr – 10:15 UhrPause
10:15 Uhr – 12:15 UhrArbeit
12:15 Uhr – 12:45 UhrMittagspause
12:45 Uhr – 15:30 UhrArbeit
15:30 Uhr – 15:45 UhrPause
15:45 Uhr – 16:30 UhrArbeit

Meine Empfehlungen für Länge und Zeitpunkt von Pausen:

  • Mache die Länge deiner Arbeitseinheiten von deiner Konzentrationsfähigkeit ab.
    • Falls es dir schwer fällt, dich auf die aktuelle Tätigkeit zu konzentrieren, dann wähle kürzere Zeiten bis zur nächsten Pause. Das Wissen um eine zeitnahe Pause kann helfen, Ablenkungen bis zu dieser zu ignorieren. Dabei könnte z.B. die Pomodoro Technik gut helfen: Spätestens nach 25 Minuten bekommst du 5 Minuten Pause. Du kannst sogar mit noch kürzere Einheiten experimentieren (12 min arbeiten, 3 min Pause).
    • Falls du dich gut konzentrieren kannst, kannst du – als grobe Faustregel – etwa alle 2h eine Pause von mindestens 10 Minuten anstreben.
  • Falls du 8 h arbeitest, mache mindestens eine längere Pause, z.B. zum Mittagessen . Hier wäre etwa eine halbe Stunde ein guter Start. (Falls du mehr Zeit für dein Mittagessen brauchst, dann entsprechend länger).
  • Um deine geplanten Pausen einzuhalten, kannst du z.B. mit einem Timer arbeiten, wie es die Pomodoro-Technik nahe legt.
  • Alternativ sind „natürliche“ Pausen ein guter Start: Das heißt du machst Pausen nachdem du eine Tätigkeit abgeschlossen hast. Eine Studie der Maastricht Universität konnte zwischen den beiden Formate keine Unterschiede in Bezug auf Motivation, Leistung und Müdigkeit entdecken, sodass hier keine direkte Empfehlung ausgesprochen werden kann – probiere einfach aus, was für dich am besten funktioniert. Durch natürliche Pausen stellt du zudem sicher, dass du nicht in einem Flowzustand von einem Timer unterbrochen wirst.
  • Fällt es dir hingegen immer wieder schwer, nach der Pause wieder in die Arbeit reinzukommen, dann probiere einmal aus, deinen Task vor der Pause nicht komplett abzuschließen. Du nutzt dann den Zeigarnik-Effekt, der besagt, dass man sich an unabgeschlossene Inhalte besser erinnert, als an abgeschlossene. Ich finde die Strategie besonders bei größeren Aufgaben zum Feierabend hin hilfreich: Einen Teil der geplanten Arbeit unvollendet zu lassen hilft häufig am nächsten Tag wieder schnell in das Thema einzufinden und direkt neue Ideen zu generieren.

Können wir nicht einfach den Tag durchpowern und früher in den Feierabend starten?

Aus eine Produktivitätssicht und auch Körperleistungssicht ist dies nicht zu empfehlen. Je länger du am Stück arbeitest, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Leistung sinkt. Pausen führen nicht nur dazu, dass du voraussichtlich bessere Arbeit machst, du bist auch konzentrierter und weniger müde. Wenn du auf Pausen verzichtest, fühlst du dich erschöpfter, als wenn du regelmäßig Pausen einlegst.
Der Erholungsbedarf wird dann auf die Zeit nach der Arbeit verschoben. Typischerweise fällt es Personen mit einem erhöhten Erholungsbedarf allerdings schwerer, diesen im Feierabend auch zu erreichen.
Fehlende Erholung kann zu einer ganzen Reihe an negativen Effekten führen, wie Schlaflosigkeit, Stress und auch Burnout.

Falls du deinen Schlaf verbessern möchtest, findest du hier meine 9 Tipps für besseren Schlaf. Und wie du nach der Arbeit richtig abschalten kannst, erfährst du in meinem Artikel Nach der Arbeit nicht abschalten können?

Wie kann ich meine Pausen effektiv gestalten?

Wenn es gar nicht so sehr auf die Länge von Pausen ankommt – was kann man dann tun um Pausen möglichst erholsam zu gestalten?

  • Hole dir in der Pause das, was du am meisten brauchst. Das können ganz unterschiedliche Dinge sein:
    • Bewegung
    • Getränke / Essen / Toilettenpause
    • Einfach mal einen Moment Ruhe
      oder auch
    • Sozialer Kontakt
      Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist es das Gegenteil von dem, was du während der Arbeitszeit getan hast.
  • Am besten verlässt du deinen Arbeitsplatz, denn Pausen am Arbeitsplatz nehmen wir häufig weniger erholsam wahr.
  • Um uns in den Pausen richtig erholen zu können, kann es auch sinnvoll sein, die eigene Erreichbarkeit in Pausen einzuschränken. Das Handy könnte z.B. am Arbeitsplatz liegen bleiben.
  • Natur wird in Zusammenhang mit besonders intensiver Erholung gebracht. Ideal wäre es also deine Pause tatsächlich draußen in der Natur zu verbringen. Aber alleine der Blick auf Natur-elemente – auch digital – wirkt stressreduzierend.
  • Regelmäßige Pausen mit Bewegung können Muskel-Skelett-Beschwerden verringern. Nutze deine Pausen daher möglichst aktiv – besonders wenn du am Tag viel sitzen musst.
  • Versuche die Pausen nicht zum Scrollen auf dem Handy zu verwenden. Dein Gehirn muss dabei sehr viele Informationen verarbeiten und das führt prinzipiell zu weniger Erholung.

Hast du weitere Tipps für erholsame Pausen? Lass es mich in den Kommentaren wissen.

Wie kann es jetzt für dich weiter gehen?

Falls du noch effektivere Pausen machen möchtest, dann kannst du folgendes ausprobieren:

1) Überlege bei deiner nächsten Pause einmal, was du gerade brauchst und versuche auf deinen Körper zu hören:
– Brauchst du gerade ein bisschen sozialen Austausch? Dann trinke vielleicht einen Kaffee mit einem Kollegen. Versuche das auch, wenn wenn du im Homeoffice arbeitest. Auch ein digitaler Kaffee oder ein Kaffee mit Mitbewohner/Partner in der Küche kann dir einen Ausgleich geben.
– Brauchst du gerade etwas um dich zu stärken? Dann such dir etwas, das dich gut nährt.

2) Teste verschiedene Pausentaktungen (auch bei unterschiedlichen Tätigkeiten) z.B.:

  • individuell nach Aufgabenende
  • 112 / 26 oder
  • 52 / 17

Um es dir einfach zu machen, deine Erfahrungen festhalten und langfristig daraus zu lernen, habe ich ein kurzes PDF erstellt, dass du für Notizen zu deinen Pausen nutzen kannst. Klicke einfach hier auf den Link zum Download.

Viel Erfolg beim Pausen machen!

9 Tipps für einen besseren Schlaf – was die Schlafforschung wirklich empfiehlt

Denn schlechter Schlaf:

In diesem Artikel erfährst du:
✓ Warum dein Schlafrhythmus am Wochenende deine ganze Woche beeinflusst
✓ Welche Umgebungsfaktoren deinen Schlaf wissenschaftlich belegt verbessern
✓ Warum dein Handy vor dem Einschlafen mehrfach schadet
✓ Wie eine einfache Abendroutine die Basis für besseren Schlaf legt

Wie kann es gelingen, guten Schlaf zu finden?

Folgende Aspekte sind bekannt, zu einer guten Schlafqualität beizutragen:

  • Jeden Abend zur gleichen Zeit ins Bett gehen: Wenn der Wecker jeden Morgen zu früh klingelt, lohnt es sich, feste Bettgehzeiten zu etablieren. Dadurch können wir eine Schlafdauer finden, die für uns gut funktioniert und jeden Abend die Grundlage für ausreichend Schlaf legen.
  • Einen konstanten Schlafrhythmus über die ganze Woche halten: Wenn irgendwie möglich, lohnt es sich, einen möglichst homogenen Schlafrhythmus zu etablieren und die Abweichungen bei den Schlafenszeiten nicht zu groß werden zu lassen. Die negativen Folgen die verschiedene Studien festgestellt haben, sind mannigfaltig: Starke Abweichungen können nicht nur die Schlafqualität verringern, sie können u.a. zu Gewichtszunahme führen oder uns sogar zu schlechteren Eltern machen…
  • Dem eigenen Biorhythmus so gut wie möglich folgen. Wir alle haben eine „innere Uhr“, die unseren Biorhythmus bestimmt. Lerchen können morgens gut aufstehen, während Eulen auch noch spätabends fit sind, sich morgens aber schwer tun. Viele von uns fallen irgendwo dazwischen.
    Warum ist das interessant? Wenn wir gegen unsere „innere Uhr“ leben, fühlen wir uns häufig nicht nur erschöpft, sondern erhöhen auch die Wahrscheinlichkeit für eine ganze Reihe von Krankheiten.
    Durch gesellschaftliche Anforderungen ist es jedoch nicht immer leicht, dem eigenen Rhythmus zu folgen. Vielleicht kannst du allerdings ein paar Rahmenbedingungen beeinflussen, sodass du deinem Biorhythmus ein Stück näherkommst, zum Beispiel:
    • mit Kollegen vereinbaren, dass Meetings mit dir erst ab oder bis zu einer bestimmen Uhrzeit stattfinden.
    • Vielleicht kann dein Partner das Frühstück mit den Kindern übernehmen, sodass du morgens ein paar Minuten zusätzlichen Schlaf bekommst.

      Schau einmal, welche Ideen du hast, die dir helfen könnten.
  • Das Schlafzimmer kühl halten: Eine Raumtemperatur von etwa 16-19 Grad gilt als optimal. Eine zu warme Umgebung verkürzt die wertvollen Tief- und REM-Schlafphasen.
  • Für gute Luft sorgen: Erhöhte CO₂ Werte führen nicht nur subjektiv zu schlechterem Schlaf, erhöhte Level können nachweislich unsere Tiefschlafphasen verkürzen. Daher:
    • Optimalerweise die Tür oder ein Fenster nachts öffnen, um für ausreichend frische Luft zu sorgen.
    • Wenn das nicht geht, kannst du testen, ob es dir hilft ein CO₂ Messgerät zu nutzen, dass dich benachrichtigt, wenn es Zeit zum Lüften ist. (Ich plane das noch zu testen. Falls du bereits Erfahrung mit der Nutzung von CO₂ Messgeräten nachts hast, schreib mir gerne in den Kommentaren!)
  • Kein Handy vor dem Einschlafen: Handynutzung vor dem Einschlafen hat mehrere negative Effekte.
    • So führt es häufig dazu, dass wir später einschlafen, weil wir den Absprung verpassen – und z.B. „nur noch eine Folge“ Netflix schauen, anstatt bereits einzuschlafen.
    • Studien legen nahe, dass eine Nutzung des Handys vor dem Schlafengehen die Schlafqualität verringert: Sie kann unter anderem die HRV senken, den Puls erhöhen und die Einschlafzeit verlängern. Ein häufiges Prüfen von Social Media vor dem Schlafengehen wird sogar mit vermehrten Schlafunterbrechungen in Zusammenhang gebracht.
  • Am Wochenende ausschlafen: Falls wir unter der Woche nicht genug Schlaf bekommen, sollten wir das Wochenende nutzen, um Schlaf nachzuholen. Dauerhaft zu wenig Schlaf wird mit einer Reihe negativer Folgen in Verbindung gebracht, zum Beispiel mit Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit oder auch einer höheren Sterblichkeit. Wer am Wochenende allerdings den notwendigen Schlaf nachholen kann, kann laut einer Studie den letztgenannten negativen Effekte ausgleichen.
  • Eine möglichst dunkle Schlafumgebung schaffen: Sogar gedämpftes Licht während der Schlafenszeit wirkt sich negativ auf den Schlaf aus: Es verkürzt die Schlafenszeit und mindert die Schlafqualität.

Mein ganz persönlicher Tipp für eine bessere Schlafqualität:

Versuche, den Unterschied zwischen den Schlafenszeiten während der Arbeitswoche und am Wochenende nicht zu groß werden zu lassen.
Ich bin eine notorische Nachteule und habe immer damit gekämpft zu „normalen“ Arbeitszeiten aus dem Bett zu kommen. Besser wurde es erst, als ich aufgehört habe, am Wochenende nach meinem biologischen Rhythmus zu leben. Zwei Nächte reichten aus, um meinen Körper wieder in „seinen Rhythmus“ zu bringen – die nächsten fünf Wochentage waren dann allerdings wieder sehr mühselig.
Es war zwar eine große Umstellung für mich abends meine gefühlt „kreativsten“ Zeiten im Bett zu verbringen und die Nächte nicht mehr frei nutzen zu können. Solange ich aber konsequent zu der für die Arbeitszeit nötigen Zeit ins Bett gehe, komme ich die ganze Woche über deutlich besser klar. Am Wochenende muss ich dann auch nicht so viel Schlaf nachholen und kann den Tag anderweitig gut nutzen.

Was sind eure Tipps für einen erholsamen Schlaf?
Schreibt sie mir gerne in die Kommentare!

Und falls du auch tagsüber mehr Energie haben möchtest: In meinem Pausen-Artikel erfährst du, warum dein Handy deine Pause ruiniert. Und falls du abends schwer von der Arbeit abschalten kannst, hilft dir vielleicht mein Artikel über erholsame Feierabende.